Gesetzeslage

Gesetzeslage

Gesetzesgebung zu Drohnen (auch klassischer Modellflug) in der Schweiz

Da verschiedene Gesetzesbereiche den Modellflug-Sport betreffen, ist es schwierig zu wissen was legal oder illegal ist. Besonders da der Betrieb via FPV zusätzlichen Regulierungen unterworfen ist. Wir versuchen hier so einfach wie möglich, die wichtigsten Punkte aufzuführen.

Zurzeit erarbeitet das  zusammen mit dem Schweizerischer Modellflugverband und weiteren Parteien die neue Gesetzesgebung. Der Auslöser, die Gesetzesgebung für Drohnen europaweit (durch die European Union Aviation Safety Agency) zu vereinheitlichen, kommt vor allem aus kommerziellen Interessen am U-Space, z.B. der ETH und EPFL, aber auch von der Schweizerischen Post, Google, Amazon usw.

Die folgende Aufführung bildet so gut wie möglich die Situation für Juni 2020, der offiziellen Einführung der neuen Regelungen wieder (siehe Info Box rechts).

 

Was ist die Definition einer Drohne?

Genau genommen wird "Drohne" als Alias für Unmanned Areal Vehicle verwendet. Bis vor kurzem versuchten "wir" uns mit den Begriffen Multi- oder Quadrocopter von den militärischen Kampfdrohnen zu distanzieren. Mit den immer mehr aufkommenden "Video-Drohnen" ging diese Unterscheidung jedoch verloren.
Dadurch entsteht oft der falsche Eindruck, dass es sich bei Drohnen nur um die Fluggeräte mit vier nach oben gerichteten Propellern ohne Flügeln handelt. Korrekt ist aber, dass jedes unbemannte Luftfahrzeug in diese Kategorie fällt. Also auch "klassische" Modellflugzeuge und Helikopter.

Der Unterschied FPV und "Line of Sight" oder in Deutsch "auf Sicht"

Da ein Fluggerät ohne spezielle Genehmigung nicht ohne Sichtkontakt von einer einzelnen Person geflogen werden darf, ist es nötig, dass bei FPV-Flügen eine zusätzliche Person, der sogenannte Spotter, den Flug beobachtet und den Piloten über gegebene Umgebungseinflüsse informiert. Dies gilt ab Juni 2020 neu für FPV-Drohnen jedes Gewichtes.

Nur im Aussenbereich

Die luftraumbezogenen Regulierungen gelten nur für den Aussenbereich. In Gebäuden, egal ob in der eigenen Wohnung oder in einer Turn-/Industriehalle, gelten diese nicht.

 

Funkfrequenzen in der Schweiz

Das  reguliert, in welchen Frequenzbereichen und mit welchen Sendeleistungen legal geflogen werden darf. Wichtig dabei ist zu wissen, dass wir dafür in den sogenannten ISM- und SRD-Bändern funken:

Eine durchsuchbare Tabelle der vergebenen Frequenzen in der Schweiz ist hier zu finden.

 

Persönlichkeitsrecht in der Schweiz

Da die meisten FPV-Systeme die Möglichkeit zum Speichern der Videoübertragung besitzen, gelten die selben Gesetze wie z.B. bei der Verwendung eines Handys. Der  hat explizit für Drohnen ein entsprechendes Dokument veröffentlicht. Wichtig ist es auch hier, dass die "klassischen" Flugmodelle, in denen eine Kamera verbaut ist, genau so betroffen sind.

Info

Die Verschärfungen, die für Juni 2020 vorgesehen sind, werden hinter verschlossenen Türen diskutiert. Es ist äusserst schwierig, verlässliche Informationen zu erhalten. Wir aktualisieren diese Seite laufend, wenn wir neues erfahren.

(Stand: Oktober 2019)

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